Tanz in Schulen

Die Tanzplattform Rhein-Main schafft (als Nachfolger des Tanzlabor 21) mit Tanz in Schulen Strukturen für die Förderung und Integration von Tanz in Schulen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Als Gründungsmitglied des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. arbeitet die Tanzplattform Rhein-Main aktiv an der Entwicklung von Standards. Oberstes Ziel des Vereins und der Tanzplattform Rhein-Main ist es, zeitgenössische Tanzkunst und Tanzkultur in der schulischen Bildung zu etablieren. Die Kunstform Tanz soll Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und -stufen in Verbindung von Theorie und Praxis näher gebracht werden. Tanz soll verstärkt fester Bestandteil umfassender Bildung und Persönlichkeitsentwicklung werden.
Ende 2006 entwickelten wir gemeinsam mit Wiebke Dröge unser eigenes Tanz-in-Schulen-Konzept, das wir bis heute ständig weiter verfeinern. Unter ihrer Leitung wurde 2007 auch das erste Tanzprojekt an der Viktoriaschule Darmstadt mit einer 11. Klasse erfolgreich abgeschlossen. Seither haben 24 Tanzkünstlerinnen und -künstler mit Schülergruppen gearbeitet in Integrierten Gesamtschulen (IGS), Gymnasien, Grundschulen, Förder-, Berufs- und Kulturschulen.

Inhaltlich vermitteln wir auf schülergerechte Weise:
• Entwicklungs- und Aufführungsmethoden,
• Ziele, Menschenbild und Motivationen,
• Bewegungsformen und
• Techniken des zeitgenössischen Tanzes.

Tanz-in-Schulen-Tag
© Jörg Baumann

Umsetzung

Die Projektzeiträume werden den Möglichkeiten und Programmen der Schulen angepasst und in Absprache mit den Tanzkünstlerinnen und -künstlern ausgewählt. Meist findet wöchentlich ein zweistündiger Tanzunterricht statt. Andere Projekte laufen drei- bis vierstündig oder integrieren ganze Projektwochen. Der gesamte Projektzeitraum mit einer Arbeitsgruppe läuft mindestens über drei Monate bis zum Abschluss, ideal ist die Arbeit über ein Schulhalbjahr. Unser Ziel sind längerfristige Kooperationen mit einzelnen Schulen, da sich so darüber ein Verständnis für den zeitgenössischen Tanz und seine Ausdrucksformen aufbauen kann. Mit der Sonderpädagogischen Wallschule (Frankfurt), der IGS Alexej von Jawlensky (Wiesbaden), der Freiligrath-Grundschule (Frankfurt), der IGS Heinrich Kraft (Frankfurt) und der IGS Bernhard Adelung (Darmstadt) kooperieren wir bereits mehrjährig.
Die einzelnen Projekte zielen auf die Entwicklung kleiner Tanzperformances ab, die abschließend aufgeführt werden. Dafür werden kleine Theater, Schulaulen oder Turnhallen gewählt. Da bei uns die Schülerinnen und Schüler im Vordergrund stehen, wird sehr darauf geachtet, ein ihnen entsprechendes Präsentationsformat zu entwerfen. Nicht immer ergibt eine große öffentliche Aufführung Sinn. Gute Erfahrungen haben wir mit folgenden Alternativen gemacht:

• Präsentation vor ein oder zwei ausgesuchten Nachbarklassen
• Präsentation, bei der Schülerinnen und Schüler ausgewählte Inhalte aus dem Kurs zeigen
• Videopräsentation/-dokumentation
• Ausstellung
• Präsentation nur vor Eltern und Lehrkräften der Schule

Austausch

Die Tanzplattform Rhein-Main setzt ihren Schwerpunkt auf das Vernetzen und Kooperieren mit allen Vertretergruppen, die mittelbar und unmittelbar mit Tanz in Schulen verbunden sind bzw. zukünftig verbunden sein werden. Damit die einzelnen Projektbeteiligten voneinander lernen und profitieren können, wird darüber hinaus ein Austausch auf weiteren Ebenen angestrebt, z.B. durch gegenseitiges Zeigen, direkten Schüleraustausch, Workshops, zusammenführende Aufführungsveranstaltungen verschiedener Projekte wie beispielsweise:

• Projektleitertreffen
• Coaching der Projektleiter/-innen
• Tanz-in-Schulen-Tag
• Teamtreffen mit Schulleitung, LehrerInnen, Projektleitung Tanzplattform Rhein-Main, Projektleiter/-innen
• 2-tägiger Intensivworkshop „einfädeln – how to start a dance in schools project” für potenzielle
Projektleiterinnen und -leiter von Schulprojekten
Weiterbildung Kunst Rhein-Main

Das daraus resultierende Netzwerk soll den Tanz als festen Bestandteil von Kunst, Pädagogik und kultureller Praxis in Schulen weitflächig und vielseitig konstituieren.

Die Tanzplattform Rhein-Main in der Arbeitsgruppe Darstellende Künste und Schule Hessen

Die Tanzplattform Rhein-Main ist Mitglied in der Arbeitsgruppe Theater und Schule. Weitere Mitglieder sind das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Hessische Kultusministerium, ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e. V., LaPROF Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen e.V., der Landesverband Schultheater in Hessen e.V. und das Schultheater-Studio. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen für die Zusammenarbeit von Theatern mit Schulen zu schaffen.

Konzept des Tanz-in-Schulen-Programms
Wiebke Dröge und Tanzlabor 21/Tanzplattform Rhein-Main

Beteiligte Schulen
Alois-Eckert-Schule (Frankfurt-Nordend), Bernhard-Adelung-Schule (Darmstadt), Freiligrath-Grundschule (Frankfurt-Fechenheim), Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (Wiesbaden), Gesamtschule Am Rosenberg (Hofheim), Hostatoschule (Frankfurt-Höchst), IGS Alexej von Jawlensky (Wiesbaden), IGS Bertha von Suttner (Nidderau), IGS Carl von Weinberg (Frankfurt-Goldstein), IGS Georg Büchner (Frankfurt), IGS Heinrich Kraft (Frankfurt-Fechenheim), IGS Herder (Frankfurt-Ostend), IGS Nordend (Frankfurt-Nordend), IGS Odenwald (Heppenheim), IGS Otto Hahn (Frankfurt), IGS Schiller (Offenbach), IGS Süd (Frankfurt), Marienschule (Offenbach), Philipp-Holzmann-Schule (Frankfurt-Westend), Theo-Koch-Schule (Grünberg), Viktoriaschule (Darmstadt), VHS Rüsselsheim, Wallschule (Frankfurt-Sachsenhausen)

Beteiligte Tanzkünstlerinnen und Tanzkünstler
Sandra Baumeister, Ana Berkenhof, Verena Billinger, Allison Brown, Christine Bürkle, Hannah Dewor, Wiebke Dröge, Tümay Kılınçel, Jungyeon Kim, Johanna Knorr, Gregory Livingston, Sibylle Magel, Marialena Marouda, Johanna Milz, Nira Priore Nouak, Norbert Pape, Nicole Peisl, Isabelle Pelti-Kromm, Nina Piulats Finger, Irene Schmidtmer, Sebastian Schulz, Victoria Söntgen, Ekaterina Steckenborn, Kristina Veit

Beteiligte Partner
Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und Fachbereich Bildungswissenschaften IfGP der Universität Koblenz-Landau, Standort Koblenz

Sie haben Interesse an einem Projekt?

Bitte füllen Sie das jeweilige Kontaktformular aus
und schicken es an info@tanzplattformrheinmain.de

Download:
Kontaktformular für Schulen
Kontaktformular für ChoreografInnen
Kontaktformular für Studierende
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Link
Bundesverband Tanz in Schulen

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