ravvina/veit: Makulatur
© Linnan Zhang

ravvina/veit

MAKULATUR

Für das Projekt “Makulatur”, das im Rahmen einer städteübergreifenden Residenz der Tanzplattform Rhein-Main koproduziert und aufgeführt wird, sind Kristina Veit und Ksenia Ravvina auf die Suche nach unverwirklichten Ideen, unvollendeten Konzepten, unfertigen Werken und den Momenten des Abbruchs gegangen. “Makulatur” widmet sich unvollendeten Projekten von Künstlerinnen und Künstlern, die ihren unfertigen Werken eine zweite Chance geben und sich damit an die Öffentlichkeit wagen wollen. Ravvina/veit wollen die Prozesse, Ideen und Konzepte zeigen, die unsichtbar bleiben und trotzdem wichtiger Teil, vielleicht sogar treibende Kraft der darauffolgenden künstlerischen Arbeiten sind.

“Makulatur” ist eine Ausstellung und eine Performance

Die Ergebnisse des von Künstlerinnen und Künstlern eingesendeten Materials nutzen ravvina/veit in zweierlei Hinsicht: Gemeinsam mit dem Architekten Jan Wind wurde aus allen Einsendungen eine Ausstellung entwickelt, die im Oktober 2017 im Rahmen des Tanzfestivals Rhein-Main im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt und im Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen war. Die Ausstellung theamatisierte einen besonderen Blick auf die eingesendeten Arbeiten.

Für die Bühnenarbeit untersuchen ravvina/veit mit drei Performern und Performerinnen die Einsendungen auf ihre Inhalte, Zusammenhänge und Texturen. Die Motive des Aufgebens, Abbrechens und Loslassens rücken ebenso in den Vordergrund wie die Bedeutung jeder noch so kleinen verworfenen Idee.

Von und mit: Frédéric De Carlo, Sven Gey, Jochen Göpfert, Alexander Hadjiev, Ksenia Ravvina, Carmen Salinas, Bernhard Siebert, Kristina Veit, Jan Wind und Susanne Zaun

Eine Produktion von ravvina/veit in Koproduktion im Rahmen des Programms „Städteübergreifende Residenz“ der Tanzplattform Rhein-Main. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Naspa Stiftung.

Das Künstlerinnenkollektiv ravvina/veit arbeitet bereits seit 5 Jahren an einer eigenen radikalen Formsprache zwischen Tanz, Theater und Performance. Es entstanden mehrere Projekte an deutschen Bühnen, unter anderem Projekte für das Hessische Staatstheater Wiesbaden, das Theater und Orchester Heidelberg sowie diverse Arbeiten in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Frankfurt LAB und der Schwankhalle in Bremen.

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