Residenzen in Darmstadt und Wiesbaden

Das Hessische Staatsballett lädt im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main pro Spielzeit mehrere Teams ein am Standort Darmstadt in einer Werkstatt-Atmosphäre choreografische Projekte zu entwickeln. Offenheit und Originalität stehen dabei im Vordergrund, es werden so wenige Vorgaben wie möglich gemacht, um eine große Vielfalt an Resultaten zu ermöglichen. In offenen Proben oder als “Work in Progress”-Aufführungen werden erste Ergebnisse gezeigt, wobei die Formen der Präsentation gezielt mit den Konventionen spielen und neue Räume eröffnen sollen.

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Sebastian Weber | Touch

Sebastian Weber arbeitet international als Steptanzsolist, Choreograph und Dozent. Mit seinen Gastauftritten in Theatern und Jazzclubs sowie auf Festivals tourt er von Europa bis nach Amerika, Westafrika und China. Sein höchst individueller, schlaksiger, oft roher Tanzstil ist gekennzeichnet durch leidenschaftliche Improvisationen, technische Kraft und präzise musikalische Gestaltung. Mit seinem Projekt TOUCH erforscht er Wirkung und Sprache der Berührung in einem feinsinnigen, leisetretenden, neugierigen Duett, das einmal mehr die stilistischen Grenzen des zeitgenössischen Steptanz erweitert.

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© Philippe Weissbrodt

Compagnie Philippe Saire | Cut

Der Choreograf Philippe Saire gilt in der Schweiz als Schlüsselfigur der zeit­genössischen Tanzszene. Während der Residenz haben er und seine Kompanie an der neuen Produktion “Cut” gearbeitet, die im Februar 2017 in Darmstadt zu sehen war. Im September 2016 wurde am Staatstheater Darmstadt bereits ein “Work in Progress” gezeigt.

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© Andreas J. Etter

Helena Waldmann | Gute Pässe Schlechte Pässe

Helena Waldmanns Markenzeichen sind Stücke starker Authentizität und Eindringlichkeit. Das bewies unter anderem ihr Gastspiel “Made in Bangladesh”, das in der Spielzeit 2014/15 am Staatstheater Darmstadt aufgeführt wurde. Während einer Residenz beim Hessischen Staatsballett entwickelte die Weltreisende in Sachen Tanz ihr Projekt “Gute Pässe Schlechte Pässe”.

No Body but Me (CooconDance)
© Sven-Helge Czichy

CocoonDance | No Body But Me

Die im Spannungsfeld von Theater und Abstraktion entstandenen Projekte der Kompanie touren mittlerweile auf vier Kontinenten und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. In ihrer Residenz hat das Ensemble die Arbeit an der Neukreation “No Body But Me” fortgesetzt, das im November 2016 in Darmstadt aufgeführt wurde.

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