Choreografische Werkstatt

Nächster Termin:
Mittwoch, 22. Mai 2019 | 18 Uhr

Hier geht’s zur aktuellen Ausschreibung: OPEN CALL

© Jörg Baumann

Die Tanzplattform Rhein-Main unterstützt kontinuierlich Choreograf*innen bei der Entwicklung neuer Stücke. Egal ob erste Ideen, grobe Skizzen oder bereits ausgefeilte Dramaturgien, alle Stationen eines Kreationsprozesses sind kostbar. Die choreografische Werkstatt gibt diesen Entwicklungsphasen einen Platz und lädt in der Region lebende Tanzschaffende ein, Projekte im Entstehen vorzustellen.

Die nächsten Veranstaltungen

Mai 2019
Mi 22.05.2019 | 18:00 - 20:00 Uhr
Choreografische Werkstatt
Weitere Informationen

Choreografische Werkstatt

  • Mi 22.05.2019 | 18:00 - 20:00 Uhr
  • Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt am Main,
    Studio 1
  • Pay as you wish
© Jörg Baumann

Die Choreografische Werkstatt bietet lokalen und regionalen Tanzschaffenden die Gelegenheit, Work-in-Progress- oder Rechercheprojekte zu präsentieren, einen Einblick in aktuelle Fragestellungen und ihre Arbeitsweisen zu geben und in einem anschließenden Gespräch zur Diskussion zu stellen.

Pro Werkstatt-Termin werden bis zu drei Präsentationen (à max. 15 Min.) gezeigt. Im anschließenden Gespräch besteht für die Künstler*innen und das Publikum die Möglichkeit, Fragestellungen zu diskutieren, Bezüge herzustellen oder Anregungen für die weitere Entwicklung zu geben.

Showings am Di. 16.4.2019:

Gustavo Gomes | The New Fascist

The new performance piece The New Fascist by Brazilian dancer Gustavo Gomes is inspired by the first forms of fascism under Benito Mussolini in northern Italy and also by Pier Paolo Pasolini’s feature film Salo or the 120 Days of Sodom. In it, the dancer embarks on an artistic examination of the past and its relation to current social issues. Who is privileged in our society? How do we encounter minorities? What’s the fear behind homophobia? How do we deal with oppression and threat? Why can religion be used as a justification for violence? How does power, admiration and followers arise? What remains of a culture after decades of colonial rule?
Inspired by the gestures and facial expressions of dictators, he shows strength, power, leadership, he aims, threatens, accuses and does not ignore what he is: a white man. A white man who spreads, oppresses, marks his territory and elevates his vision of right and wrong to the norm.

Music: Gustavo Gomes and Rosa Wernecke | Text: Josefine Sautier | Photos: Alexandre Borba | Duration: 15 min

Eri Funahashi Geen | 262 (working title)

“色即是空
空即是色”
(“Shiki soku ze kuu, kuu soku ze shiki” = “Form is emptiness, emptiness is form”)

The piece is inspired by the Japanese writing of the heart sutra, and seeks to express the 262 kanji (chinese characters) in the language of movement.
Geboren in Japan, aufgewachsen in Japan und Kanada, Eri Funahashi Geen ist heute als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin in Frankfurt am Main ansässig. Sie studierte Ballett und zeitgenössischen Tanz an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance (UK). Sie war Mitglied im Teatrul de Balet Sibiu (Rumänien), wo sie in Repertoires von klassischen bis hin zu zeitgenössischen Werken tanzte. Im Jahr 2018 absolvierte sie den Masterstudiengang Contemporary Dance Education (MA CoDE) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Derzeit unterrichtet sie regelmäßig Ballett und zeitgenössischen Tanz für verschiedene Zielgruppen in Frankfurt und Umgebung. Als Tänzerin ist sie am Hessisches Staatstheater Wiesbaden engagiert. Dauer: 10 min

Laura Brechmann | Bahr belá mà – Meer ohne Wasser

Die Performance Bahr belá mà – Meer ohne Wasser ist der Versuch des choreografierten Falls aus der Ordnung. In dem Versuch, ihren Taumel verstehen zu wollen, riskieren sich die drei Figuren. Hier wird die Welt zum instabilen Möglichkeitsraum.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sprechen wir von „Wüste“, wenn das Gegenteil von Heimat, Geborgenheit und Sicherheit ausgedrückt werden soll. In der Wüste, im Serir, ist der Mensch Gefühlen von Verlassenheit, Orientierungslosigkeit und Einsamkeit ausgesetzt. Er taumelt, die Welt gerät aus ihrem Gleichgewicht. Wie lässt sich diese Wahrnehmung in eine Choreografie umsetzen? Die Performer*innen verlassen den selbstgesteckten Sicherheitsraum. Sie taumeln, aus Angst vor dem Unbekannten. Denn sie wissen nicht, was die Wüste bereithält, welche Gefahren, welche Geheimnisse sie ihnen offenbart. In dem Versuch, ihren Taumel verstehen zu wollen, riskieren sie, sich und ihre Welt zu verlieren. Der Fall aus der Balance, Desstabilität und Kontrollverlust sind jedoch nur die eine Seite der menschlichen Empfindungen. Im Taumel erfährt das Individuum auch ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. Hier, in ihrem surrealen Bahr belá mà (dt. Meer ohne Wasser) gibt es keine Beschränkungen mehr. Die Welt wird zu dem eigenen Möglichkeitsraum. In der Bewegung (emp)findet man Freude und Spaß. Und plötzlich fragt man sich, wovor man sich eigentlich fürchtet.

Inszenierung und Performance: Laura Brechmann, Giulio Hesse, Marlene Ruther | Video und Bühnenbild: Anja Plonka | Kostümbild: Marlene Ruther | Outside Eye: Katarína Marková, Florent Golfier | Produktionsleitung: Anna-Lena Werner | Dauer: 10-12 min

PROJEKTANMELDUNG

Nächster Termin am Mi. 22.5. | Anmeldung bis Mi. 8.5. an info@tanzplattformrheinmain.de

Alle weiteren Informationen nachzulesen in unserem OPEN CALL

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