Britta Schönbrunn

11.2.-18.2. | Frankfurt

DIE ANDERE STILLE

Bewegungsrecherche/ Entwicklung eines performativen Scores für Tanz/Musik/Video zum Thema: transgenerative Weitergabe von Traumata.

Diese Recherche ist inspiriert von der durch Corona bedingten verlegten Veranstaltung „Dialogforum – Flucht und Ankommen“. Der Dialog zwischen Generationen und Kulturen stellt Fragen betreffend der Weitergabe von Traumata, spezifisch wie Kriegserfahrungen auf nachfolgende Generationen, Kriegskinder und Kriegsenkel übertragen werden. Ein stets aktuelles Thema. Ermutigt wird, versteckte Erfahrungen auszudrücken und Schweigen zu brechen.

Trauma setzt sich im Körper fest und kann aufgelöst werden. Der Körper erinnert sich. Die Recherche „DIE ANDERE STILLE“ ist ein Versuch, über den tänzerischen Körper, Bewegungen, Zustände und Aspekte der Stille zu erforschen, um sich den Prozessen bei transgenerativer Weitergabe von Traumata, anzunähern. Betrachtet wird die Stille von Schock, Starre und Schweigen und die Stille, im Stillstand des Ankommens und der Auflösung.

Ziel ist ein Score als Grundlage für performative Anlässe, zum Thema transgenerative Weitergabe von Traumata zu entwickeln. Eine gesetzte künstlerisch ästhetische Form kristallisiert Zustände, markiert Grenzen und Ankerpunkte, um wiederum Freiräume zu schaffen.

Das Projekt ist gefördert (aus den Mitteln des Härte-Notfallfonds in Corona Zeiten) vom Kulturamt der Stadt Frankfurt.

VITA

Britta Schönbrunn ist freischaffende Tänzerin, Choreographin und Dozentin für somatische und zeitgenössische Techniken. Sie kollaboriert mit Künstlern aus Tanz, Musik und Bildende Kunst. Seit September 2017 arbeitet sie in dem drei Jahres- Projekt „All Our Futures“ im Schauspiel Frankfurt. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt erhielt sie den Master of Arts in zeitgenössische Tanzvermittlung.

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