Maria Kobzeva & collective

15.03. – 19.03.2021 | Frankfurt

Das Projekt Patterns of perception thematisiert Grundfragen der Demokratie, wie sie in der gegenwärtigen Situation des Umgangs mit der Pandemie aufbrechen. Der Kampf gegen den Virus führt in vielen Ländern zu massiven Eingriffen in die Privatsphäre der Bürger (Überwachung durch Kameras, Apps auf dem Handy, Armbänder usw.). Als Gesellschaft müssen wir sorgfältig unterscheiden, welche Maßnahmen welchem Zweck dienen und damit vertretbar sind oder nicht. Mit diesem Tanzprojekt wollen wir die Situation visualisieren und zum Ausdruck bringen, die Machtinstanzen in Frage stellen und auf die Dringlichkeit von kritischem Denken und Wachsamkeit hinweisen. Dieses Projekt bringt Technologie, Tanz und Musik auf eine neue Weise zusammen, um über das Thema Überwachung zu diskutieren. “Zu argumentieren, dass man sich nicht um die Privatsphäre kümmert, weil man nichts zu verbergen hat, ist nicht anders, als zu sagen, dass man sich nicht um die Redefreiheit kümmert, weil man nichts zu sagen hat” – Edward Snowden

Vita

MARIA KOBZEVA (Choreografin, Tänzerin) begann mit rhythmischer Gymnastik in Kanada und studierte dann an der Waganowa Ballettakademie. Nach ihrem Abschluss trat sie dem SPBT Theater bei und tourte mit einem breiten klassischen Repertoire. Um ihr Wissen zu erweitern, studierte sie zeitgenössischen Tanz in Frankfurt. Hier arbeitete sie mit verschiedenen Choreographen (Paula Rosolen, Dieter Heitkamp, Stephanie Thiersch, u.a.) und war an vielen interdisziplinären Projekten beteiligt. Sie gewann das Alix-Steilberger Stipendium, sowie Publikumspreise für ihre zwei Choreographien auf Festivals. Zu ihren jüngsten Theaterproduktionen gehören SINGULARITÄT (2019) und OBSERVE (2020). Interessiert an der Filmwelt, arbeitete sie 2020 an zwei Tanzfilmen mit. Derzeit ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, kreiert, kollaboriert und lebt in Frankfurt.
Die Idee von Projekt “Patterns of perception” entwickelt sich bereits seit 2 Jahren in ihrem Kopf. Zusammen mit Sandra Domnick entstand in der Zeit von der erste Corona Welle zunächst eine kurze Duettversion, die sich zu einem 20-minütigen Trio mit Magdalena Dzeco entwickelte. Nun plant Maria, das Konzept zu einem abendfüllenden Theaterstück mit einer größeren Gruppe von Tänzern zu entwickeln und das Stück Mitte April im Offenen Haus der Kulturen in Frankfurt zu präsentieren.

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