Taulant Shehu

DUA

Kraftvolle Rhythmen, virtuose Bewegungen verbinden die sechs Tänzer*innen. „Dua“ heißt auf albanisch lieben oder wollen. In seinem kraftvollen Stück sich Choreograf Taulant Shehu seinen albanischen Wurzeln. Die Hochzeit als Gipfel von Feierlichkeit, Freude und dem Versprechen für immer zusammenzubleiben wird in Dua zum Ausgangspunkt einer Reflexion des menschlichen Zusammenlebens.

Taulant Shehu war 2018 im Programm der Städteübergreifenden Residenzen der Tanzplattform Rhein-Main und DUA feierte auf dem Tanzfestival Rhein-Main 2018 Premiere.

Do 9.1. & Fr 10.1.2020 | 20.00 Uhr
Künstlerhaus Mousonturm
Tickets: Do 9.1. | Fr 10.1.

Sa 18.1 & So 19.1.2020 | 20.00 Uhr
Staatstheater Darmstadt, Kammerspiele
Tickets: Sa 18.1. | So 19.1.

DUA ist Teil des Winter Tanz Specials

Drei Fragen an Taulant Shehu

Was war dein Ausgangspunkt bei der Arbeit, die im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2018 Premiere feierte?

Taulant Shehu: „Dua“ nimmt seinen Ausgang von der Idee der Hochzeit, dieser Riesen-Party, die in meiner Heimat Albanien ein großer Teil der Zeremonie selbst ist. Ich habe mich gefragt, was diese Feierlichkeit überhaupt wirklich beinhaltet, worum es eigentlich geht. Zuerst ist es natürlich die Feier einer Beziehung, dieser Verbindung zweier Menschen und ihr Versprechen, für immer zusammenzubleiben. Aber was bedeutet das eigentlich – für immer mit jemandem zusammen zu sein? Das ist auch der Grund, warum Dua so viele unterschiedliche Stimmungen hat. Mal ist es dunkel, mal hell und nimmt die Zuschauer mit auf eine Achterbahn der Emotionen: Sehr leichte, feierliche Orchestermusik steht in harschem Kontrast zu düsteren Räumen und weniger erfreulichen Energien.

Wie beeinflussen aktuelle soziale oder politische Vorgänge deine künstlerische Praxis?

Taulant Shehu: Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch ganz leicht davon beeinflusst werden kann, wovon er oder sie umgeben ist. Ich selbst lasse mich von allem inspirieren, was ich erlebe, und versuche gleichzeitig immer wieder außerhalb der gewohnten Grenzen zu denken – um meine Arbeit so bunt wie möglich zu gestalten.

Was bedeutet Zusammenarbeit für dich?

Taulant Shehu: Ich arbeite sehr eng mit der Musik zusammen, die ja von Arne Stevens extra für uns komponiert wurde. Tanz zu choreografieren bedeutet für mich, die richtige, komplexe Mischung aus den Bewegungen der Tänzer, der Musik und meinen eigenen Ideen zu finden – und dass alles wie ein großes Puzzle zusammenzusetzen. Bisher habe ich in all meinen Stücken mit Arne zusammengearbeitet, aber in „Dua“ wird diese Arbeitsbeziehung auf ein neues Level gehoben, sie scheint komplexer zu sein. Dieses Stück trägt uns durch all diese verschiedenen Emotionen und Energien, sodass es extrem schwierig ist, die richtige Balance zu finden. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir eine harmonische Choreografie schaffen können, die nicht nur auf uns so wirkt, sondern auch auf unser Publikum.

Biography
Taulant Shehu

Taulant Shehu wurde in Albanien geboren und von 1999 bis 2006 in der Tirana Ballet School ausgebildet. Während seines Studiums war er zudem Mitglied des Cannes Jeune Ballet an der Ecole Supérieure de Danse de Cannes Mougins. Im Jahr 2007 wurde er von der Deutschen Oper am Rhein engagiert, wo er die Möglichkeit hatte, in verschiedensten Rollen mit namhaften Choreografen aus der internationalen Tanzszene zusammenzuarbeiten. 2009 wechselte er für eine Spielzeit zum Staatstheater Dortmund und im Anschluss zum Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Er choreografierte u. a. „Correlated Contortion“ für das Theater Dortmund, „Floating“ für das Hessische Staatstheater Wiesbaden, „… te dhasht“ im Staatstheater Wiesbaden und Staatstheater Regensburg. Als Dozent und Lehrer hat Shehu bereits in Italien, Frankreich, Albanien und Deutschland gearbeitet. Des Weiteren unterrichtet er Tanz- und Choreografie-Workshops basierend auf seiner eigenen Arbeit und inspiriert von seiner Erfahrung im professionellen Tanz.

Cast & Credits

Choreografie: Taulant Shehu
Von und mit: Amelia Eisen, Jorge Bascuñan Rivera Neto, Richard Oberscheven, Mamiko Sakurai, Lara Peinado, Max Levy
Komposition: Arne Stevens
Kostüme: Jennifer Harres
Licht: Jonathan Pickers

Eine Produktion im Rahmen des Programms „Städteübergreifende Residenz“ der Tanzplattform Rhein-Main.

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