Fabrice Mazliah

Duet #4: sonâmesonhameçon
Manufactured Series

29.–31.1. | 19.30 Uhr im Frankfurt LAB | 30.1. Künstlergespräch im Anschluss
Dauer: ca. 60 Min.
€ 12 | erm. € 6

In seiner „Manufactured Series“ schafft Fabrice Mazliah zehn Duette mit jeweils einem menschlichen und einem nicht-menschlichen handgefertigten Körper. Im vierten Stück tanzt die Performerin Émilia Giudicelli mit einer Rute zum Fliegenfischen, die sie selbst hergestellt hat. Fliegenfischen bedeutet einem Ökosystem
ganz genau zuzuhören; einen Fisch zu fangen ist weniger Selbstzweck als vielmehr Resultat einer erfolgreichen „Lektüre“ des Wassers, der Vegetation und der Insekten des jeweiligen Feuchtbiotops.
Die Rute dient dabei als Erweiterung des menschlichen Körpers, als Hebel aus Bambus und Schnur, mit der ein winziger Knoten, der die Fliege ist, auf die Wasseroberfläche geworfen wird. Die Fliegen – schillernde Köder – täuschen die Fische und queeren die noch immer hauptsächlich männlich geprägte Fischergemeinde mit ihren bunten Pailletten und Federn. Und am Ende bleibt die Frage: Wer fängt hier wen?

Tickets: 29.1.; 30.1.; 31.1.

Im Video erzählen Fabrice Mazliah (Konzept, Choreografie), Emilia Giudicelli (Performance, Choreografie) und Marialena Marouda (Choreografie) während einer Probenpause wieso Emilia sich eine Rute zum Fliegenfischen ausgesucht hat und welche Rolle der imaginäre Fisch spielt.

Mousonturm-Koproduktion
Konzept: Fabrice Mazliah
Choreografie: Fabrice Mazliah in
Zusammenarbeit mit Emilia Giudicelli und Marialena Marouda
Performance: Emilia Giudicelli
und eine Fliegenrute

Nach oben